60. Park- und Blütenfest Kromlau – historisches Mapping

Das 60. Park- und Blütenfest Kromlau hat vom 23. bis 25. Mai 2026 erneut tausende Besucher in den malerischen Rhododendronpark gelockt. Mit einer Mischung aus traditionellen Highlights und innovativen Attraktionen feierte das Fest nicht nur sein rundes Jubiläum, sondern setzte auch ein starkes Zeichen für die Sichtbarkeit der sorbischen Kultur in der Lausitz. Die Hauptattraktion: eine Videoprojektion zur Geschichte des Parks, welche auch die regionale Identität der Sorben auf beeindruckende Weise in Szene setzte.

Videoprojektionen auf Wasser unter der Rakotzbrücke, Foto: Paul Weißflog, freelensfotograf
Videoprojektionen auf Wasser unter der Rakotzbrücke, Foto: Paul Weißflog, freelensfotograf

Ein Fest mit 60 Jahren Geschichte

Das Park- und Blütenfest Kromlau zählt zu den ältesten und beliebtesten Festen der Region und ist ein fester Bestandteil der kulturellen Identität der Lausitz. Seit Jahrzehnten verwandelt sich der Rhododendronpark alljährlich zu Pfingsten in ein farbenfrohes Festgelände, das Besucher aus nah und fern anzieht. Mit bis zu 20.000 Gästen ist das Fest nicht nur ein Höhepunkt für die Gemeinde Gablenz/Jabłońc, sondern auch ein wichtiger Impuls für den Tourismus und die regionale Verbundenheit.

Videoprojektionen am Schloß Kromlau, Foto: Paul Weißflog, freelensfotograf
Videoprojektionen am Schloß Kromlau, Foto: Paul Weißflog, freelensfotograf

Während bewährte Programmpunkte wie das Oldtimertreffen, Live-Musik, Kunsthandwerk und die Krönung der Blütenkönigin die Besucher begeisterten, setzte das Fest mit einer Lichtinstallation neue Maßstäbe: eineVideoprojektion auf einer Wasserwand unter der ikonischen Rakotzbrücke.


Historisches Mapping: Kultur erlebbar machen

Die Videoprojektion war zweifellos ein Highlight des Festes. Mit moderner Projektionstechnik wurden historische und sorbische Motive, Symbole und Geschichten unter die Rakotzbrücke und die umliegenden Parkarchitekturen projiziert. Die Besucher erlebten eine visuelle Reise durch die Geschichte des Parks. Vom Gründer des Parks – Friedrich Hermann Rötschke – über sorbische regionale Fotos bis hin zu

Dank an die Unterstützenden

Das Alles wäre aber nicht nmöglichgewesen ohne die Unterstützung von Helga Heinze und Holger Klein vom Heimatverein Muska, die Bilder zulieferten, genau wie Dirk Thorausch. Danke auch an Mathias Mersiovsky von der Festorganisation und Mandy Klau von der Touristeninformation für die Unterstützung und Geduld.
Die Videoprojektionen entstanden in Kooperation mit airglobe.systems.

Warum Mapping?

Mapping-Projekte sind eine moderne Form der kulturellen Vermittlung, die besonders gut geeignet ist, um Geschichte und Identität lebendig zu halten. Für die sorbische Gemeinschaft in der Lausitz bietet diese Technik die Möglichkeit, Tradition und Moderne zu verbinden und die Sichtbarkeit der sorbischen Kultur in der Öffentlichkeit zu stärken. Das Projekt in Kromlau knüpft an ähnliche Initiativen an, die bereits in anderen Regionen erfolgreich umgesetzt wurden – etwa bei verschiedenen Festivals wie dem Chekov Festival oder der Schadowanka.


Fotos: Eindrücke vom 60. Park- und Blütenfest

Hier einige visuelle Eindrücke vom Fest und dem sorbischen Mapping:


Autor: Daniel Häfner, Plon GmbH, Lausitzer Institut für strategische Beratung


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