Vortrag Praxisgemeinschaft: Erzählcafé Blaudruck

Das Sorbische/Wendische als Praxisgemeinschaft ist in diesem Jahr eine der leitenden Thesen der Plon GmbH. Vor diesem Hintergrund lassen sich Prozesse des Community-Buildings ableiten bspw. bei sorbischen Festivals aber auch beim Erhalt alten Handwerks. Für das gute Altern erscheint es wichtig, dass Menschen in Gemeinschaften geteilter Praxis eingebunden sind und eingebunden bleiben.

Auf der Tagung „Stadt-/Regionalplanung, Minderheitengovernance und sorbische Kultur“ am 17. September 2026 in Cottbus/Chóśebuz stellten Richard Pantzier (Praxisforschungsstelle Cottbus, BTU Cottbus-Senftenberg) und Daniel Häfner (PLON GmbH – Lausitzer Institut für strategische Beratung) ein Erzählcafé zur regionalen Tradition des Blaudrucks vor. Veranstalter der Tagung war das Sorbisches Institut, Abteilung Regionalentwicklung und Minderheitenschutz in Kooperation mit der Fakultät Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung der BTU Cottbus-Senftenberg.

Das im Projekt Alterperimentale erprobte Format brachte im Wendisch-Deutschen Heimatmuseum Jänschwalde/Janšojce rund 25 Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Wissensständen miteinander ins Gespräch. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kultur lebendig bleibt: nicht allein durch gute Angebote, sondern durch gemeinsames Handeln, aktiven Austausch und dichte Beziehungen.

Das Erzählcafé zeigte damit beispielhaft, wie Praxisgemeinschaften Wissen teilen, Zugehörigkeit entwickeln und regionale Kultur gemeinsam weitertragen können.

Insgesamt stellt dieser Projektteil „Fachliche Beratung, Entwicklung und Durchführung von Veranstaltungsformaten zu sorbisch/wendischen Themen rund um das Älterwerden“ der Praxisforschungsstelle Cottbus/Chóśebuz nur einen kleinen Teil des Gesamtprojektes dar.

Das Projekt AlterPerimentale wird gefördert über die Förderlinie T!Räume – TransferRäume für die Zukunft der Regionen des Bundesministerium für Forschung, Technologie und Transfer. Diese Programmlinie unterstützt die Entwicklung neuer Wissenstransferformate, um die Kooperation zwischen Hochschulen und Praxis im Strukturwandel zu stärken. Die AlterPerimentale versteht Transfer dabei als einen beidseitigen Lernprozess zwischen Wissenschaft und Praxis. Bundesweit ist sie eine von insgesamt zwölf solcher Transferinitiativen.


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