Wie lebendig historische Fotografie sein kann, zeigten Livemusik von JKube und eine Videoprojektion am Abend des 11. September vor dem Wendischen Museum in Cottbus/Chóśebuz. Auf die Fassade projizierte die PLON GmbH Fotografien von Denis Galloway – groß, nah und mitten im Stadtraum.

Die Menschen blieben stehen, schauten und kamen miteinander ins Gespräch. Aus historischen Aufnahmen wurde ein gemeinsamer Moment unter freiem Himmel.
Galloways Bilder führen in die Niederlausitz des frühen 20. Jahrhunderts. Sie zeigen Gesichter, Trachten und Szenen aus dem Alltag der Sorben und Wenden – und das als Schnappschuss überaus lebendig. Der historische Bilderschatz umfasst rund 200 Glasnegative aus dem Spreewald und der Region. Für die Ausstellung „Denis Galloway – Gesichter einer Zeit“ ist erstmals eine Auswahl in Druckform zu sehen. Die Ausstellung lädt dazu ein, den Menschen in den Fotografien aufmerksam zu begegnen und Details zu entdecken.

Die Projektion machte neugierig auf die Fotografien – und auf die Geschichten dahinter. Viele Besucherinnen und Besucher folgten dem Licht bis hinein in die Ausstellung. Der große Zuspruch zeigte: Eine Fassade kann ein überraschend offener Zugang zu Museum und Geschichte sein.
Für den passenden Live-Sound sorgte der Musiker JKUBE. Seine Musik gab dem Abend einen eigenen Rhythmus und verband Bild, Ort und Publikum. So wurde aus der Projektion mehr als ein Blickfang: ein gemeinsames kulturelles Erlebnis.
Wer den Abend noch einmal nachspüren möchte, findet hier das Instagram-Reel von ectoplastic_lab.
„Denis Galloway – Gesichter einer Zeit“ ist noch bis zum 21. Februar 2027 im Wendischen Museum zu sehen.
PS: Ein besonderer Dank gilt auch dem Förderverein des Museums, der mit Schnittchen, kalter Brause und Wein half, die vielen Besuchenden zu versorgen.