Videoprojektion im Lausitz Magazin

Die sorbischen Videoprojektionen der Plon GmbH sind auch im aktuellen Lausitz Magazin Thema. „Licht mit Lausitzer Seele“ heißt der Titel des Interviews mit dem Geschäftsführer Daniel Häfner.

Hier der Wortlaut des Interviews:

Herr Häfner, Sie stehen hinter großen Videoprojektionen, die auf Veranstaltungen Tausende begeistern. Was fasziniert Sie an dieser Arbeit?

Es ist dieses Moment des Staunens, das mich jedes Mal aufs Neue packt. Wenn wir sorbische Motive – etwa Blaudruckmuster – auf eine 10 Meter hohe und 20 Meter breite Wasserwand projizieren und die Zuschauer plötzlich innehalten, dann wissen wir: Hier entstehen Staunen und positive Emotionen.
Eine Begegnung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen dem Vertrauten und dem völlig Neuen. Das ist Magie.

Wo konnte diese Magie bereits erlebt werden?

Unsere Projektionen waren auf dutzenden Veranstaltungen präsent – vom Parkfest Kromlau über die Decarbon Days bis hin zum „Stuss am Fluss“-Festival. Es gibt aber auch zunehmend andere Formate wie die City of lights, die lange Nacht der Museen oder die lange Nacht des Friedhofs in Berlin. Besonders berührend ist die Reaktion auf die „schwimmende Hanka“, eine Animation, die auf dem Wasser zu tanzen schien. Die Menschen standen wie gebannt, fotografierten, lachten – und im nächsten Moment erzählten sie sich gegenseitig Geschichten über die sorbische Kultur.
Solche Begegnungen sind es, die uns antreiben.

Wie lassen sich Videoprojektionen auch für Werbemaßnahmen nutzen?

Videoprojektionen sind ein unglaublich starkes Werkzeug, um Aufmerksamkeit zu
erzeugen – und zwar nicht nur auf Kulturveranstaltungen, sondern auch für Marken oder Produkte. Stellen Sie sich vor: Ein historisches Gebäude in der Innenstadt wird zur Leinwand für eine Werbebotschaft, die sich mit der Architektur verbindet. Oder eine Wasserwand, auf der sich ein Logo scheinbar auflöst und zu einer interaktiven Geschichte wird. Die Größe, die Dynamik
und die emotionale Wirkung unserer Projektionen machen sie ideal, um Botschaften unvergesslich zu vermitteln.

Wie wichtig ist die Zusammenarbeit mit regionalen Künstlern?

Sie ist essenziell! Wir arbeiten mit sorbischen Kulturschaffenden wie Jan Lorenz
(ectoplastic) zusammen, deren Werke wir digital neu interpretieren. Diese Kooperationen sorgen dafür, dass unsere Projektionen authentisch sind. Wenn ein Besucher ein projiziertes Blaudruckmuster erkennt und sich daran erinnert, wie seine Großmutter ähnliche Stoffe getragen hat, dann ist das mehr als Werbung – das ist eine echte, emotionale Begegnung mit der eigenen Geschichte.

Welche technischen Herausforderungen gibt es?

Die Technik muss unsichtbar sein. Unser Partner airglobe.systems entwickelt Lösungen, die es uns ermöglichen, selbst auf Wasserwänden oder alten Fassaden präzise zu projizieren. Aber am Ende zählt aber nicht die Technik, sondern das Erlebnis: Wenn ein Kind vor einer Projektion steht und fragt: „Wie macht ihr das?“, dann wissen wir, dass wir alles richtig gemacht haben. Es geht darum, die Publikumserwartung zu übertreffen – nicht um technische Debatten.

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?

Unser Mapping ist jetzt marktfertig: wir haben Technik und Inhalte und professionell entwickelt, haben ein Netzwerk an Dienstleistern aufgebaut. Zum 60. Park- und Blütenfest in Kromlau werden wir zu Pfingsten unter der Teufelsbrücke auf eine Wasserwand projizieren. Das wird ein Highlight. Sonst träume ich von der Kooperation mit den verschiedenen Welterbestätten in der Lausitz und ich würde gern auch mit den Herrnhuter Sternen arbeiten. Ich denke, dass wir in Zukunft
mehr Abendveranstaltungen mit Lichtinstallationen sehen werden. Das ist niedrigschwellig und hat eine hohe Außenwirkung für tausende Besuchende. Am Ende geht es immer um dasselbe: Staunen wecken und Raum für Begegnungen schaffen.

Kontakt & Anfragen:
Daniel Häfner, Plon GmbH
daniel.haefner@lausitzer-institut.de
@sorbisches.mapping

Sorbisches Mapping

Die Kunst, beliebige Gegenstände wie Häuser, Wasserwände oder überdimensionale Kugeln mit eindrucksvollen Animationen zu versehen, wird als Mapping bezeichnet. Diese Kunstform lässt Altbekanntes in neuem Licht erstrahlen und erreicht auf Grund der schieren Größe eine hohe Aufmerksamkeit. In der Lausitz hat Daniel Häfner, Geschäftsführer der Plon GmbH, das sorbische Mapping in Zusammenarbeit mit der Berliner Firma airglobe.systems etabliert und bereits mehrfach eindrucksvoll in Szene gesetzt.



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